Im vorherigen Artikel haben wir die Artikel mit einem Formularpaar aus Übersicht und Detail ausgestattet. Genau dasselbe brauchen die Kunden – und weil die Struktur identisch ist, geht der Aufbau diesmal deutlich schneller. Wir können uns dafür auf die Stellen konzentrieren, an denen Kunden sich von Artikeln unterscheiden: Sie haben Nachschlagefelder für Anrede und Land, sie können Firmen oder Privatpersonen sein, und beim Löschen ist mehr Vorsicht geboten. Wie das Kundenformular entsteht, liest Du in diesem Artikel.
Beispieldatenbank
Die Beispiele dieses Artikels findest Du in der Datenbank Rechnungsverwaltung_KundenuebersichtUndDetails.accdb. Sie setzt die Reihe fort und enthält das Artikelformular aus dem vorherigen Teil bereits.
Das bekannte Muster – kurz aufgefrischt
Der Aufbau ist derselbe wie beim Artikelformular, deshalb hier nur die Kurzfassung.
Wir bauen zwei Formulare: ein Übersichtsformular frmKundenuebersicht mit einem Unterformular, das die Kunden in der Datenblattansicht auflistet, und ein Detailformular frmKundendetail zum Bearbeiten eines einzelnen Kunden.
Das Übersichtsformular öffnet das Detailformular mit WindowMode:=acDialog als modalen Dialog. Das Detailformular macht sich bei cmdOK nur unsichtbar, statt sich zu schließen, und schließt sich nur bei cmdAbbrechen.
So kann die Übersicht über die Funktion IstFormularGeoeffnet erkennen, ob der Benutzer gespeichert oder abgebrochen hat, und ihre Liste nur bei Bedarf aktualisieren. Diese Funktion liegt bereits aus dem vorherigen Artikel im Standardmodul mdlTools vor und wird hier unverändert verwendet.
Wer die Einzelheiten dieses Mechanismus nachlesen möchte, findet sie im Artikel Rechnungsverwaltung: Artikelübersicht und Detailformular (www.access-basics.de/720).
Die Kundenübersicht
Wir legen das Unterformular sfmKundenuebersicht an, binden es an tblKunden und ziehen die Felder hinein, die zur schnellen Orientierung taugen: Kundennummer, Firma, Nachname, Vorname, Strasse, PLZ und Ort. Seine Standardansicht stellen wir auf Datenblatt.
Hier zeigt sich der erste Unterschied zu den Artikeln. Ein Kunde ist entweder eine Firma oder eine Privatperson – mal ist das Feld Firma gefüllt und der Name nebensächlich, mal ist es leer und der Nachname trägt die Zeile. Damit die Übersicht in beiden Fällen aussagekräftig bleibt, nehmen wir sowohl Firma als auch Nachname auf. So findet der Benutzer den Kunden Kolbe Elektrotechnik GmbH über die Firmenspalte und den Privatkunden Reinhardt über die Namensspalte.
Das Unterformular ziehen wir in den Detailbereich von frmKundenuebersicht. Access legt ein Unterformular-Steuerelement an, dem es automatisch den Namen sfmKundenuebersicht gibt – diesen Namen brauchen wir gleich im Code. Seine Anker setzen wir auf Beide, damit es mitwächst. Datensatzmarkierer und Navigationsschaltflächen des Hauptformulars blenden wir aus, Automatisch zentrieren stellen wir auf Ja (siehe Bild 1).
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