{"id":55000161,"date":"2013-02-01T00:00:00","date_gmt":"2020-01-24T15:58:23","guid":{"rendered":"http:\/\/access-im-unternehmen.aix-dev.de\/aiu\/?p=161"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"Kombinations_und_Listenfelder_per_Callback_fuellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/access-basics.de\/index.php\/Kombinations_und_Listenfelder_per_Callback_fuellen.html","title":{"rendered":"Kombinations- und Listenfelder per Callback f&uuml;llen"},"content":{"rendered":"<p class='introduction'>Es gibt verschiedene Arten, Kombinations- und Listenfelder mit Daten zu f&uuml;llen: Sie k&ouml;nnen diese an Tabellen oder Abfragen binden, einfach mit einer Wertliste f&uuml;llen oder die Namen der Felder einer Tabelle darin anzeigen. Es gibt jedoch noch eine weitgehend unbekannte Methode, die Nachteile der &uuml;brigen M&ouml;glichkeiten ausb&uuml;gelt, aber auch etwas aufwendiger zu implementieren ist. Dabei kommt eine sogenannte Callback-Funktion zum Einsatz, welche die anzuzeigenden Daten zum Kombinationsfeld hinzuf&uuml;gt.<\/p>\n<h2>Beispieldatenbank<\/h2>\n<p>Die Beispiele dieses Artikels finden Sie in der Datenbank <b>1207_KombinationsfeldCallback.mdb<\/b>.<\/p>\n<h2>Kombinationsfelder und Listenfelder f&uuml;llen<\/h2>\n<p>Der Optimalfall beim F&uuml;llen eines Kombinationsfeldes ist das Vorhandensein einer Tabelle oder Abfrage als Datenherkunft. In diesem Fall behalten Sie den Wert <b>Tabelle\/Abfrage <\/b>f&uuml;r die Eigenschaft <b>Herkunfts-typ <\/b>bei.<\/p>\n<p>Dies ist jedoch nicht immer gegeben: Wenn Sie beispielsweise eine Liste aller in einem Verzeichnis enthaltenen Dateien in einem Kombinationsfeld anzeigen wollen, liegen die Daten zun&auml;chst nicht in einer Tabelle vor. Nun gibt es die M&ouml;glichkeit, die Daten einfach in Form einer Wertliste aneinanderzureihen.<\/p>\n<p>Dazu f&uuml;gen Sie alle Dateinamen durch Semikola voneinander getrennt zu einer Zeichenkette zusammen, stellen die Eigenschaft <b>Herkunftsart<\/b> des Kombinations-feldes auf <b>Wertliste <\/b>ein und weisen die Zei-chen-kette per VBA der Eigenschaft <b>RowSource <\/b>zu. Dies hat allerdings den Nachteil, dass die Wertliste eines Kombinationsfeldes nicht beliebig lang sein darf &#8211; genau genommen sind es weniger als 40.000. Welche Anzahl genau m&ouml;glich ist, k&ouml;nnen Sie mit einem kleinen Testformular ermitteln. Dieses finden Sie in der Beispieldatenbank unter dem Namen <b>frmLangeWertliste<\/b>. Beim Laden l&ouml;st das Formular die folgende Prozedur aus:<\/p>\n<pre><span style=\"color:blue;\">Private Sub <\/span>Form_Load()\r\n     <span style=\"color:blue;\">Dim <\/span>l<span style=\"color:blue;\"> As Long<\/span>\r\n     For l = 1 To 100000\r\n         On Error Resume <span style=\"color:blue;\">Next<\/span>\r\n         Me!cboLangeWertliste.RowSource = _\r\n             String(l, \"a\")\r\n         <span style=\"color:blue;\">If <\/span><span style=\"color:blue;\">Not<\/span> Err.Number = 0<span style=\"color:blue;\"> Then<\/span>\r\n             <span style=\"color:blue;\">MsgBox<\/span> \"Maximal \" & l & \" Zeichen.\"\r\n             <span style=\"color:blue;\">Exit Sub<\/span>\r\n         <span style=\"color:blue;\">End If<\/span>\r\n     <span style=\"color:blue;\">Next<\/span> l\r\n<span style=\"color:blue;\">End Sub<\/span><\/pre>\n<p>Die Prozedur f&uuml;gt schlicht und einfach eine immer l&auml;ngere Zeichenkette f&uuml;r die Eigenschaft <b>Wertliste <\/b>ein &#8211; bis dies irgendwann einen Fehler ausl&ouml;st. Auf dem Testsystem lieferte dies beispielsweise eine zul&auml;ssige L&auml;nge von 32.751 Zeichen. &uuml;brigens: Unter &auml;lteren Access-Versionen war die Anzahl der Zeichen auf 2.048 festgelegt &#8211; dort war der Einsatz von Callback-Funktionen noch wesentlich &ouml;fter gefragt.<\/p>\n<p>Wenn Sie nun den Inhalt von Verzeichnissen mit vielen Dateien darstellen m&ouml;chten, kann dies einen Fehler ausl&ouml;sen, wenn die Anzahl der erlaubten Zeichen f&uuml;r die Eigenschaft <b>RowSource <\/b>&uuml;berschritten wird.<\/p>\n<h2>Liste per Callback-Funktion f&uuml;llen<\/h2>\n<p>Die in diesem Artikel vorgestellte Funktion verwendet eine weitere Alternative, bei der statt eines der verf&uuml;gbaren Werte <b>Tabelle\/Abfrage<\/b>, <b>Wertliste <\/b>oder <b>Feldliste <\/b>einfach der Name einer VBA-Funktion als Wert der Eigenschaft <b>Herkunftsart <\/b>angegeben wird. Die Angabe eines Wertes f&uuml;r die Eigenschaft <b>Datensatzherkunft <\/b>ist in diesem Fall nicht n&ouml;tig.<\/p>\n<p>Die verwendete Callback-Funktion hat einen speziellen Aufbau, der wie folgt aussieht:<\/p>\n<pre><span style=\"color:blue;\">Function <\/span>DateienEinlesen(ctl<span style=\"color:blue;\"> As <\/span>Control, _\r\n         lngID<span style=\"color:blue;\"> As Long<\/span>, lngRow<span style=\"color:blue;\"> As Long<\/span>, _\r\n         lngColumn<span style=\"color:blue;\"> As Long<\/span>, intCode<span style=\"color:blue;\"> As Integer<\/span>) _\r\n        <span style=\"color:blue;\"> As Variant<\/span>\r\n     Select Case intCode\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case <\/span>acLBInitialize\r\n             DateienEinlesen = <span style=\"color:blue;\">True<\/span>\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case <\/span>acLBOpen\r\n             DateienEinlesen = Timer\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case <\/span>acLBGetRowCount\r\n             DateienEinlesen = 1\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case <\/span>acLBGetColumnCount\r\n             DateienEinlesen = 1\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case <\/span>acLBGetColumnWidth\r\n             DateienEinlesen = -1\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case <\/span>acLBGetValue\r\n             DateienEinlesen = \"Test\"\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case <\/span>acLBGetFormat\r\n             DateienEinlesen = Null\r\n         <span style=\"color:blue;\">Case Else<\/span>\r\n             <span style=\"color:blue;\">Debug.Print<\/span> intCode\r\n     <span style=\"color:blue;\">End Select<\/span>\r\n<span style=\"color:blue;\">End Function<\/span><\/pre>\n<p>Dies wirkt auf den ersten Blick etwas un&uuml;bersichtlich, was sich aber gleich noch &auml;ndern wird &#8211; zu Ungunsten der &uuml;bersicht, denn die obige Variante enth&auml;lt nur die einfachste Variante der Prozedur, die lediglich einen einzigen Wert in das Ziel-Listenfeld schreibt. Schauen wir uns jedoch zun&auml;chst den groben Aufbau an.<\/p>\n<p>Die Funktion wird mehrfach aufgerufen und soll dabei verschiedene Anweisungen ausf&uuml;hren. Diese Anweisungen tragen Sie unter den entsprechenden Verzweigungen der <b>Select Case<\/b>-Bedingung ein. Welcher Teil der <b>Select Case<\/b>-Bedingung ausgef&uuml;hrt wird, entscheidet der beim Aufruf &uuml;bergebene Wert f&uuml;r den Parameter <b>intCode<\/b>. Dieser kann einen Zahlenwert annehmen, der einer der folgenden Konstanten entspricht:<\/p>\n<ul>\n<li><b>acLBInitialize<\/b>: Dieser Wert f&uuml;r <b>intCode <\/b>wird beim ersten Aufruf der Callback-Funktion &uuml;bergeben. Hier wird gepr&uuml;ft, ob das Kombinations- oder Listenfeld &uuml;berhaupt mit dieser Funktion gef&uuml;llt werden soll. Falls ja, muss der Wert <b>True <\/b>als R&uuml;ckgabewert der Funktion festgelegt werden.<\/li>\n<li><b>acLBOpen<\/b>: Beim Aufruf der Funktion mit dem Wert <b>acLBOpen <\/b>f&uuml;r den Parameter <b>intCode <\/b>erwartet Access eine Zahl als R&uuml;ckgabewert, die das Steuerelement, von dem aus die Callback-Funktion aufgerufen wurde, eindeutig identifiziert. Hintergrund ist, das man ja theoretisch mehrere Steuerelemente mit der gleichen Callbackfunktion ausstatten kann. Wenn sichergestellt ist, dass nur ein Steuerelement diese Funktion als Wert f&uuml;r die Eigenschaft <b>Herkunftsart <\/b>verwendet, k&ouml;nnen Sie hier einfach den Wert <b>1 <\/b>als Funktionswert angeben. Anderenfalls geben Sie das Ergebnis der Funktion <b>Timer <\/b>zur&uuml;ck, welche die Zeit in Millisekunden berechnet &#8211; dies geht nur schief, wenn die Funktion zweimal in der gleichen Millisekunde aufgerufen wird, was unwahrscheinlich ist.<\/li>\n<li><b>acLBGetRowCount<\/b>: Dieser Aufruf der Funktion soll die Anzahl der zu f&uuml;llenden Zeilen ermitteln. Dies ist der geeignete Ort, um die anzuzeigenden Daten zusammenzustellen.<\/li>\n<li><b>acLBGetColumnCount<\/b>: Dieser Funktionsaufruf erwartet die &uuml;bergabe der Anzahl der zu f&uuml;llenden Spalten.<\/li>\n<li><b>acLBGetColumnWidth<\/b>: Dieser Funktionsaufruf erwartet die &uuml;bergabe der Breiten der zu f&uuml;llenden Spalten.<\/li>\n<li><b>acLBGetValue<\/b>: Die Callback-Funktion wird f&uuml;r jedes anzuzeigende Elemente einmal mit dem Wert <b>acLBGetValue <\/b>f&uuml;r den Parameter <b>intCode <\/b>aufgerufen. Die Anzahl der Elemente ergibt sich aus dem Produkt aus Zeilen- und Spaltenzahl. Welche Zeile und Spalte gerade abgefragt wird, k&ouml;nnen Sie den weiteren Parametern <b>lngRow <\/b>und <b>lngColumn <\/b>entnehmen.<\/li>\n<li><b>acLBGetFormat<\/b>: Auch der Aufruf mit diesem Parameterwert erfolgt f&uuml;r jedes anzuzeigende Element einmal. Hier k&ouml;nnen Sie die Formatierung der Listeneintr&auml;ge vornehmen (standardm&auml;&szlig;ig <b>-1<\/b>).<\/li>\n<li><b>acLBClose<\/b>, <b>acLBEnd<\/b>: Diese beiden Parameter werden in weiteren Aufrufen der Callback-Funktion nach dem F&uuml;llen des Steuerelements &uuml;bergeben. Damit k&ouml;nnen Sie beispielsweise den Zeitpunkt erfassen, zu dem das Steuerelement komplett gef&uuml;llt ist.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wann wird die Callback-Funktion aufgerufen<\/h2>\n<div class=\"rcp_restricted\"><p><span style=\"color: #ff0000;\">M&ouml;chten Sie weiterlesen? 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